Chancen und Risiken von sozialen Medien während des Studiums

Greta Böttcher · 
Vor weißem Hintergrund ist das Logo des ZRDyoung zu sehen.

Nahezu jeder Studierende nutzt heutzutage die sozialen Medien. Doch wie wir alle wissen, hat jede Medaille zwei Seiten. Daher geht der heutige Beitrag der Frage auf den Grund, welche Chancen und zugleich Risiken sich hinter den sozialen Medien verbürgen.

I. Chancen

1. Netzwerken und Informationsaustausch

Die sozialen Medien bieten eine breite Plattform zum Kommunikationsaustausch. Ob mit Kommiliton:innen, Dozent:innen, Freund:innen oder Familienmitgliedern, man kann in Sekunden schnelle Kontakt zu Menschen weltweit aufnehmen. Insbesondere einige darauf spezifizierte Apps erlauben den Austausch mit Fachleuten und potenziellen Arbeitgebenden, was nicht nur das Wissen in dem Bereich verbessert, sondern auch spätere berufliche Möglichkeiten eröffnen kann. Durch neue Technologien wird auch der Zugang zu Lernmaterialien und anderen Ressourcen erleichtert. Digitale Bibliotheken und Online-Kurse bieten einen Zugriff auf eine Vielzahl von Aufsätzen und Lehrbüchern. Außerdem vermitteln E-Books und wissenschaftliche Datenbanken einen bequemen Zugriff auf Literatur und Forschungsergebnisse von zu Hause aus.

2. Lernen und Weiterbilden

Unzählige Apps und Online-Plattformen sind darauf ausgerichtet das Lernen (von überall aus) zu vereinfachen. Das können Ordnungs- und Planungs-Tools oder auch andere adaptive Lernsysteme sein, die sich dem individuellen Lerntempo und Bedürfnissen des jeweiligen Nutzers anpassen. Weiterhin kannst du deine Sprach-Skills mit Hilfe von Apps verbessern und dich auch in anderen Bereichen, die dein Interesse wecken, weiterbilden.

3. Stressabbau

Natürlich dienen die sozialen Medien auch dem Stressabbau. Sich nach einem langen Lern- oder Arbeitstag von den unterhaltsamen Inhalten verschiedener Apps berieseln zu lassen ist eine Ablenkung, die den Alltagsstress reduzieren kann. Auch in Pausen können soziale Medien mithelfen, abschalten zu können - wenn man sich an eine bestimmte Auszeit hält. Dabei können Zeitlimit-Tools helfen, die eine oder mehrere Apps nach dem Überschreiten einer gewissen Zeit vorübergehend sperren.

4. Unterstützung

Gruppen und Online-Foren bieten Raum und Gelegenheit sich mit anderen über gewisse Themen auszutauschen. Auch die Zurverfügungstellung von Zusammenfassungen und weiteren Bildungsmaterialien durch andere Studierende können beim Lernen unterstützend herangezogen werden. Zudem lassen sich Gruppenprojekte über Online-Plattformen effizient planen und koordinieren.

II. Risiken

Allerdings ist es wichtig auch die „Schattenseiten“ der sozialen Medien im Auge zu behalten.

1. Ablenkung und Zeitverschwendung

Wie eben gesehen können die sozialen Medien als Ablenkung dienen. Und in den richtigen Momenten führen sie so auch zum Stressabbau, doch bei übermäßigem Konsum und zur falschen Zeit hindern sie eher unsere Konzentration. Sie können leicht zum Zeitfresser werden, der vom Lernen und von Vorlesungen ablenkt. Das kann zur Prokrastination und einer Suchtgefahr führen. Denn je mehr wir uns den sozialen Medien hingeben und deren Inhalte konsumieren, umso mehr wird in uns der Drang geweckt ständig online und „Uptodate“ zu sein.

2. Negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit

Auch wenn in den sozialen Medien mitunter Selbstliebe und -bewusstsein vermittelt wird, kann das ständige Vergleichen mit anderen zu einem negativen Selbstbild und geringem Selbstwertgefühl führen. Daneben können Anfeindungen und Mobbing im Netz (Cybermobbing) erheblichen emotionalen Stress verursachen. Ist das der Fall, kannst du von montags bis samstags immer zwischen 14 und 20 Uhr kostenfrei und anonym die Hilfe-Hotline anrufen (116 111). Die übermäßige Nutzung sozialer Medien kann daneben bewirken, dass echte bzw. persönliche Interaktionen vernachlässigt werden und Nutzer:innen so in einer gewissen Einsamkeit enden. Denn trotz vieler Online-Kontakte besteht die Gefahr sich von der realen Welt abzukapseln und nur noch ein virtuelles Dasein zu pflegen.

3. Privatsphäre und Datenschutz

Der unvorsichtige Umgang mit persönlichen Informationen kann zu Identitätsdiebstahl und anderen Sicherheitsproblemen führen. Daher sollte man sich vorher über geeignete Schutzmechanismen, wie Firewalls, informieren. Außerdem können sich ungünstige Posts oder Fotos negativ auf zukünftige Jobchancen auswirken.

4. Informationsüberflutung

Die Menge an Informationen und Benachrichtigungen durch die sozialen Medien kann überwältigend sein und zu Konzentrationsproblemen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko, auf unzuverlässige oder falsche Informationen hereinzufallen und auf dessen Grundlage seine Meinung zu bilden und diese selbst weiterzuverbreiten.

III. Fazit

Die Nutzung sozialer Medien während des Studiums kann - wie dargelegt - sowohl förderlich als auch hinderlich sein. Ein bewusster und kontrollierter Umgang ist dabei entscheidend, um die Vorteile zu maximieren und die negativen Auswirkungen zu minimieren. Studierende sollten daher Strategien entwickeln, um die Balance zwischen diesen Chancen und Risiken zu halten.

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